Stylebook Outfit Federclutch

Braucht frau einen digitalen Kleiderschrank?

Offenbar schon!

Immer wieder wurde mir die App „Stylebook“ im App-Store vorgeschlagen und immer wieder dachte ich „Interessant, aber wozu?“…bis ich sie kostenlos testen durfte.

Die App wurde für die Arbeit benötigt und musste befüllt werden. Die Wahl fiel dabei auf mich – oder ich habe mich wild gestikulierend selbst gemeldet, so genau weiß ich das nicht mehr.:)

Jedenfalls ging ich mit dem Firmen-iPad nachhause und suchte mir brav, wie in der Stylebook-Hilfe vorgeschlagen, eine dunkle und eine helle Decke, damit jedes Kleidungsstück vor dem Hintergrund mit dem höchsten Kontrast fotografiert werden kann.

Der Rest ist überraschend simpel. Die Klamotte wird fotografiert und mit dem eingebauten Tool der Hintergrund und alles entfernt, was nicht reingehört. Das geschieht automatisch und kleinere Nachbesserungen kann man manuell machen. Das Freistellen klappt bei dunklen Sachen vor hellem Hintergrund besser als bei hellen vor dunklem Hintergrund.  Auch bei reflektierenden Stoffen oder Accessoires muss man danach noch mal von Hand ran.

Ein paar Tricks für die Fotos:

  • die Kanten des Bildes sind der Indikator für die zu entfernende Hintergrundfarbe, daher sollte der Hintergrund groß genug für das Foto sein, sonst wird er nicht automatisch entfernt
  • Kleidung immer angezogen fotografieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die in der App zusammengestellten Outfits auch in real gut aussehen
  • Jacken offen fotografieren u. in der zweiten Version den Mittelteil wegradieren, dann kann man bei späteren Outfits die Jacken „wirklich“ über das Shirt ziehen
  • Shirts, die man über oder in die Hose gesteckt tragen kann auch in beiden Versionen fotografieren
  • Schuhe nicht einfach nebeneinander stellen, sondern so drehen, dass man die besonderen Merkmale sieht (z.B. von oben u. von der Seite für Heels)

Kleidungsstücke

Die Bilder kann man dann in zahlreichen Kategorien (Shirts, Jacken, Accessoires…) sortieren und jedes Bild auch mit weiteren Informationen versehen, nach denen man später filtern kann, z.B. Farbe, Stoff, Jahreszeit, Marke etc. Ganz praktisch finde ich auch die Notizmöglichkeit z.B. für Pflegehinweise, da man den Stapel Schriftkram ja meist sofort entfernt.:) Man kann auch angeben wo sich die Klamotte befindet, grad wenn man ’nen Schrank in der Wohnung, bei Mutti und beim Liebsten hat, oder man die Teile in Kisten im Winterquartier lagert oder gar an Freunde verleiht.

Stylebook-KleiderschrankDie Archivierung dauert natürlich seine Zeit – ich hab für 50 Teile ca. 3 Stunden gebraucht…find ich noch passabel, ist ja für ’nen guten Zweck, denn wenn die Archivierungsarbeit getan ist, sieht’s aus wie im Online-Shop.:) Und man kann anfangen sich Outfits zusammenzustellen, damit’s vor der nächsten Party schneller geht. Ich habe schon als Teenie Fotos von meinen Lieblingsoutfits gemacht und in meinen Schrank geklebt um die besten Kombis nicht zu vergessen. Dafür wurde ich immer belächelt. Und jetzt laden sich Leute zu tausenden diese App runter? Pff! Wieder eine Geschäftsidee, die mich reich gemacht hätte, aber hey, wer zählt die schon? -.-

Die fertigen Outfits werden dann jedenfalls nicht nur nach Kategorien sortiert, sondern können auch in die Packliste für den Urlaub geworfen werden. Superpraktisch: man klickt nur ein Outfit an und schon landen alle Teile auf der Liste.

Ziemlich cool, ist auch, dass man sich inspirierende Bilder für spätere Looks speichern kann – also auch wieder eine Prise Pinterest.;)

Outfits

Die Looks in einem Kalender zu planen, halte ich aber für ’ne unnötige Spielerei. Ich kann mir maximal vorstellen, bei großen Events wie Hochzeiten einzutragen, was ich anhatte, damit ich nicht immer das gleiche Abendkleid raushole, aber auch das ist unwahrscheinlich, weil ich solche Feiern immer als Anlass sehe mir ein Neues zu kaufen (Das mache ich allerdings auch ohne Anlass. Wäre also kein Problem, wenn ich morgen zu einer Hochzeit eingeladen würde).:)

Mit der Share-Funktion könnte man Freunde für das Dating-Outfit abstimmen lassen, aber das ist nichts, was nicht auch per Whatsapp geht.  Der angebundene Shop ist aber eine schöne Ergänzung und eine passende Idee um die Sache zu finanzieren.

Dafür sind mir und meinen Kollegen aber ein paar Funktionen eingefallen, die noch fehlen:

  • Auch eine Bilderkennung wäre nützlich um z.B. zu einem Inspirationsfoto ähnliche Teile im eigenen Kleiderschrank zu finden oder anhand eines Fotos von sich selbst gleich das Outfit zum Speichern zusammenstellen zu lassen, statt es von Hand zusammenzusuchen.
  • Es wäre schön, wenn man Style-Vorschläge bekäme anhand der im Kleiderschrank gespeicherten Stücke. Oder wenn man ein Teil unbedingt tragen möchte, aber nicht weiß womit.
  • Außerdem wäre es nützlich, wenn zur Kategorisierung einer Klamotte  als Farbe „bunt“ wählbar  wäre, oder noch besser mehrere Farben gleichzeitig um dann besser nach passenden Kombi-Teilen suchen zu können.
  • Für die bessere Zusammenstellung von Outfits macht es Sinn jedes Kleidungsstück auch von hinten oder der Seite zu fotografieren u. mit in der Datei zu speichern.

Aber schon jetzt lautet mein Fazit: Ich brauch die App auf jeden Fall! Schon um den Durchblick zu behalten.:) Ich kann mich an eine Situation erinnern, in der ich mal wieder nix zum Anziehen hatte und eine Freundin mir ein Teil vorschlug, von dem ich gar nicht mehr wusste, dass ich es besitze. -.-

Die App gibt’s für iPhone, iPad und iPod touch für 3,59€ und zwar hier.

Ich werde mir die iPad-Version holen. Denn auf einem größeren Display macht es schon etwas mehr Spaß – jetzt brauche ich nur noch ein iPad. -.-

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