Weihnachtsmarkt London Riesenrad

Weihnachtsspecial Teil 3: Miami, Moskau und der Hamburger Dom

Ich hab mich schon länger gefragt warum der Hamburger Winterdom eigentlich schon zu Beginn der Weihnachtsmarkt-Saison seine Pforten schließt, aber seit gestern habe ich die Antwort!

Die ziehen lediglich um! Nach London! Hier der Beweis! Diese Süßkrambude steht mitten im Hyde Park:Lebkuchenherzen London

Die Engländer finden die deutsche Weihnachtsmarkttradition offenbar so großartig, dass sie sich die „wilde Maus“ mit samt dem ganzen Tumult mitten in den Hyde Park geholt haben. Das Ganze nennt sich dann Winter Wonderland und ist nur unwesentlich größer als der Hamburger Dom. Dafür aber wesentlich überfüllter. An beiden großen Eingängen haben sich breite Schlangen gebildet, die mehrere hundert Meter lang sind. Und wenn man entsprechend geduldig war (wir sprechen hier von 2-3 Stunden), darf man eintreten. Im Inneren findet man nicht wesentlich andere Dinge als auf deutschen Weihnachtsmärkten: Buden, die Krimskrams verkaufen, den man, sobald der Körper den Glühwein (hier Mulled Wine oder man trinkt heißen Fruit Cider) abgebaut hat, kaum mehr sehen mag und Süßkram, dessen konsumierten Mengen man sich gar nicht erst bewusst werden möchte.

Überhaupt ist die Ähnlichkeit zum Hamburger Winterdom bestechend, wenn ihr mal schauen möchtet: Weihnachten London Hamburg(Mehr zur Hamburger Vorweihnachtszeit gibt’s hier.)

Und an jeder Ecke findet man German Bratwurst und Bavarian Pretzels…es gibt sogar ein Oktoberfestzelt, wo deutsche Partybands „ein Prosit der Gemütlichkeit“ und anderes vermeintlich „traditionell deutsches“ Liedgut zum Besten geben. Man fühlt sich ein bisschen wie früher mit 17 auf den Dorffesten. Die sind bekanntlich  im Sommer und so kommt es einem auch vor.  Der einzige Unterschied zu deutschen Weihnachtsmärkten ist nämlich die Bekleidung des Publikums.

Ich habe mich schon immer gefragt wann man die tollen Ideen der Stylisten umsetzen soll, die sich gleichermaßen für Sommer und Winter und doch eigentlich für keins von beidem eignen (z.B. kurze Röcke und Ugg-Boots). Aber die Leute hier ziehen das eisern durch. Man sieht ja öfter auf den Straßen, dass die Engländer nicht das gleiche Temperatur-Empfinden wie wir Deutschen haben (die Glücklichen!), daher können die das mit dem Winter vermutlich auch nicht so recht einordnen. Und so entstehen zu Hauf so gesundheitlich fragwürdige Kombinationen wie kurze Jeansshorts (ohne Strumpfhosen!!!) und Ugg-Boots oder bauchfreies Shirt und Pelzmantel. Sieht alles ganz gut aus, aber weder das Eine noch das Andere ist den hier herrschenden 8 Grad angemessen. Ich kam mir mit meiner Winterjacke richtig blöd vor zwischen diesen Miami-Moskau-Styles.-.-

Vermutlich habe ich mir deshalb – quasi aus Gründen der Anpassung – auch so ein fesches Pelzstirnband gegönnt, das hier alle tragen. Als ich es zuhause noch mal anprobiert habe, hat es mich aber doch stark an das meiner Oma erinnert. Hm…isses nu tragbar oder nicht?! O.oFellstirnband Moskau-Style

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6 Kommentare zu “Weihnachtsspecial Teil 3: Miami, Moskau und der Hamburger Dom

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